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Aus Kurhaus wird Conversationhaus

Geschrieben von Ralf Taprogge • Samstag, 17. Mai 2008 • Kategorie: Feature
 

 
So viel vorab: Die ist ein Zwischenbericht, eine Momentaufnahme von der Wiedergeburt des Conversationshaus Norderney als einem zentralem Treffpunkt auf der Insel. - Wenn am Ende einer Saison etwas Ruhe einkehrt, beginnt Norderney sich hübsch zu machen. Neues entsteht, Altes wird liebevoll modernisiert. An vielen Ecken der Insel ragen dann Kräne gen Himmel und wühlen Bagger den Boden auf. Das zwischen 2006 und 2008 spannendste und geheimnisvollste Projekt: die Arbeiten am Kurhaus, das ab jetzt wieder seinen alten Namen »Conversationshaus« trägt. Was - so fragten sich viele - passiert dort hinter der Fassade? Auch wir waren neugierig und haben noch während der Bauphase mit den betreuenden Architekten gesprochen.


Conversationshaus Norderney

Das Anfang des 19. Jahrhunderts erbaute Conversationshaus Norderney sei lange Jahre ein »Ort der Begegnung« gewesen, erzählt Marc Brune, Architekt aus Bremen. Hier trafen sich Einheimische und Kurgäste, um in Ruhe zu verweilen. Während draußen - nur wenige hundert Meter entfernt - die stürmische Nordsee tobte, verbrachte man hier an langen, dunklen Abenden gern seine Zeit bei Grog und Wein und Würfelspielen. Zu besonderen Anlässen lockten prunkvolle Bälle die Gäste an. Inmitten vieler kleiner Fischerhäuser war das Conversationshaus zentraler Anlaufpunkt und Kern des insularen Lebens. Übrigens, mit einer Fläche von über 3.000 Quadratmetern bleibt das Gebäude bis heute eines der größten und repräsentativsten auf der Insel.

2008 ist das Conversationshaus Schritt für Schritt wieder zu neuem Leben erwacht. Ein frischer Anstrich und der Austausch der Fenster lassen die Fassade bereits seit 2007 in hellem Glanz erstrahlen. Der ursprüngliche Anlaufpunkt von Insulanern und Kurgästen soll wieder zu einem »Ort der Begegnung und Konversation« werden, so Marc Brune. Mit dem Bremer Architekten, dem Lübecker Innenarchitekten Ralf Krause und dem Team von de Witt, Janßen + Partner aus Bad Zwischenahn hat sich hier ein erfahrenes Bauteam gefunden, das auch bereits beim Badehaus Norderney beeindruckende Arbeit geleistet hat. Der Charme des historischen Bauwerkes sollte bei dem Umbau erhalten bleiben und auch in Zukunft an die Historie des traditionsreichen Nordseebades Norderney erinnern. Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, war eine enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalpflege selbstverständlich. Auch Innenarchitekt Ralf Krause war mit viel Leidenschaft am Umbau beteiligt. Mit einem Konzept, bei dem das Kurhaus die »Funktion der Lobby eines Grand Hotels« übernimmt, verspricht er Großes. So wird zum Beispiel das Service- und Informationscenter sowie der Kartenverkaufes in das Mittelgebäude des Conversationshauses verlagert. Diese so genannte Wandelhalle ist mit über 800 qm der größte Raum des Gebäudes und wird dank eines Glasdaches zu einem von Licht durchfluteten Aufenthaltsbereich. Auch eine Bibliothek, ein Leseraum und eine Salonbar und Cafeserie verheißen entspannte Stunden in Lounge Atmosphäre. Und natürlich erwarten den Gast noch einige weitere attraktive Überraschungen. Dazu demnächst mehr an dieser Stelle.

Conversationshaus Norderney • Am Kurplatz 1 • (0 49 32) 89 11 31 • www.norderney.de 



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