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Sandra Lüpkes - Mörderisch gut

Geschrieben von Ralf Taprogge • Sonntag, 6. April 2008 • Kategorie: Feature
 

 
Krimis mit ausgeprägt regionaler Färbung erfreuen sich nicht erst seit Erfolgsserien wie "Wilsberg" großer Beliebtheit. Seit einigen Jahren hat das Verbrechen unter den Augen einer wachsenden Leserschaft nun auch an der ostfriesischen Küste und auf den Inseln Einzug gehalten. Sandra Lüpkes schreibt leichte aber ausgesprochen unterhaltsame Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit. Grund genug, mit der 1971 geborenen und auf Juist aufgewachsenen Autorin über Ideen und Pläne zu plaudern.

Sandra Lüpkes - Norderney

Immerhin einer Ihrer Krimis spielt auf Norderney. Haben Sie einen Lieblingsplatz auf der Insel und wenn ja, welchen und warum gerade diesen?
Mein Lieblingsplatz auf Norderney - und dies ist auch Thema in meinem Norderney-Krimi "Der Brombeerpirat" - ist der Leuchtturm bei Nacht. Wenn man mit dem Rücken an der Mauer steht und nach oben schaut, hat man das Gefühl, unter einer gigantischen Käseglocke zu stehen.

Sie sind vor einiger Zeit zunächst von Juist nach Norden und dann nach Münster gezogen. Was hat das Leben auf einer Insel, was das Leben auf dem Festland nicht hat?
Auf einer Insel lebt man in einem Mikrokosmos. Jeder weiß, was du hast und wer du bist. Diese Tatsache hat gute und schlechte Seiten: Geborgenheit zum einen, denn du bist in der Gemeinschaft aufgehoben und musst nicht mehr viel Worte um deine Person machen. Aber auch Enge, denn es bleibt nicht viel Platz, Konflikte auszutragen oder Träumen nachzugehen.


Ihre letzten Krimis spielen zum Teil sogar fern der Küste. Welche Bedeutung hatte das Thema Insel zu Beginn Ihrer Arbeit und welche Bedeutung hat es jetzt für Sie?
Die Insel als Krimithema war meine große Chance, die mir ermöglicht hat, bei kleinen und großen
Verlagen auf Gehör zu stoßen. Sowohl das eingeschränkte Setting wie auch der Urlaubsgedanke
kommen auf dem Buchmarkt gut an, wenn man dann noch auf der Insel lebt, ist das ein besonderes
Plus. Aber irgendwann wollte ich den Absprung schaffen und wissen, ob meine Krimis auch gern
gelesen werden, wenn Sand und Dünen keine Rolle spielen. Und zum Glück hat es funktioniert. Was
nicht heißt, dass ich meiner Heimat untreu werde.

Wer wäre in einer Verfilmung der Wencke-Tydmers-Krimis ihre Wunschkandidatin für die Rolle der Wencke und wer könnte den Sanders spielen?
Toll wäre Heike Makatsch - und Kollege Axel Sanders sollte von Benjamin Sadler gespielt werden. Leider bislang reine Wunschgedanken...

Sandra Lüpkes ist auch neben der Schreiberei sehr aktiv - Lesungen, Konzerte, Workshops. Im Dezember 2007 hat sie mit großem Erfolg ihre erste Krimilesung auf Norderney gehalten, im Weisse Düne Restaurant - eine Aktion die auf jeden Fall wiederholt werden soll. Die genauen Termine der Veranstaltungen mit Sandra Lüpkes und alle Infos über ihre aktuellen Buchprojekte sind auf der Homepage im Internet zu finden.

Sandra Lüpkes • www.sandraluepkes.de 

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