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Friedrich Norderney - Hausgemacht

Geschrieben von Ralf Taprogge • Donnerstag, 4. November 2010 • Kategorie: Essen & Trinken
 

 
Neue Attraktionen werfen auf Norderney meist lange Zeit ihre Schatten voraus. Man sieht die Dinge kommen und langsam entstehen. Als im Winter 2009/2010 allerdings das Rathaus Café schloss, fragten sich viele: Was wird jetzt passieren? Nach nur wenigen Wochen war der Bauzaun verschwunden und das letzte Geheimnis gelüftet. Entkernt und komplett runderneuert erstrahlt das Haus Nummer 18 seitdem in einem neuen Glanz. Norderneyer und Gäste dürfen sich über ein weiteres Insel-Highlight freuen: das Friedrich.

Stil und Optik des Lokals überraschen die Gäste. Die gedeckte Farbgebung der Fassade und eine dunkle Markise erinneren an die typischen Estaminets Flanderns oder lassen englischen Einfluss vermuten. Ein für Norderney völlig neuer Stil, der sich als markanter Hingucker erweist und dennoch harmonisch in das Gesamtbild der Friedrichstraße einfügt. Die Bestuhlung der Terrasse ist durchgängig zur Straße hin ausgerichtet - wie man es aus vielen Nachbarländern und aus dem Süden kennt - auch das eine Neuheit auf der Insel. Im Innern überwiegen die warmen Töne, viel Holz, natürliche Stoffe. Der flämische Einrichtungsstil wird dabei immer wieder ganz bewusst mit modernen Stilelementen und zeitgemäßen Formen durchbrochen. Damit entsteht Spannung, man erkennt den traditionellen Hintergrund, aber spürt gleichzeitig, das hier ist nicht alt. Der frische Stil und das enspannte Ambiente laden auch zum längeren Verweilen ein. So bleibt das Friedrich nicht nur ein überaus gelungenes Design-Objet, sondern vor allem ein attraktives Angebot für einen neuen Treffpunkt von Norderneyern und Gästen.

Friedrich Norderney


"Wir möchten den Gästen zu jeder Tageszeit etwas bieten", betont Milan Micevic, der das Friedrich gemeinsam mit seiner Frau Maja betreibt. Die beiden stammen aus Serbien, leben und arbeiten aber schon seit etlichen Jahren auf Norderney - Milan zuletzt im Gran Café Florian und Maja im Hotel Haus Norderney. Das eigene Lokal war schon lange ein Traum. "Jetzt bot sich endlich eine Gelegenheit", erzählt Milan Micevic. Das Friedrich öffnet früh um neun und schließt selten vor Mitternacht - ohne Ruhetag, das ganze Jahr. Anspruch und Konzept der neuen Ganztagesgastronomie lassen sich mit einem einzigen Wort beschreiben: hausgemacht.

"Was wir hier zubereiten, entsteht in der Regel a la minute", erklärt Milan Micevic, selbst gelernter Koch, die Maxime des Friedrich. Die Frische der angebotenen Produkte stehe immer im Vordergrund - und reicht von selbst gebackenen Broten und Croissants über Kuchen und Torten bis zu den selbst gemachten Nudeln und Soßen. Die Karte bietet eine feine Auswahl authentischer Spezialitäten - vom original Wiener Apfelstrudel über Pasta mit Pesto bis zum pikanten Gurken-Dill Salat mit Joghurt. Dazu kommen wechselnde Tagesempfehlungen. Ein wenig stolz wirkt Milan Micevic als er über die neue Espressomaschine spricht, ein Spitzenmodell von Cimbali. "In den erstenTagen sind fast alle Italiener hier vorbeigekommen, um unseren Kaffee zu probieren." Denn den trientinischen Premium-Espresso illycaffè verkauft ansonsten bislang niemand auf der Insel. So kommt man zum Frühstück und zum Nachmittagstee oder einfach irgendwann zwischendurch, um im Friedrich eine Kleinigkeit zu essen oder zu trinken. Wer im wörtlichen Sinne einen Rückzugsraum sucht, findet im hinteren Zimmer einen fast privaten Rahmen - um in Ruhe zu lesen oder auch in kleiner Gesellschaft ein wenig zu feiern. Milan Micevic sieht das Friedrich am Beginn eines längeren Weges. "Wir möchten uns weiter entwickeln und versuchen immer wieder neue Einflüsse auf die Insel zu bringen." Und übrigens: dem Lokal angeschlossen sind im oberen Teil des Hause auch sechs außergewöhnliche Apartments. So erklärt sich der Leitspruch, den Milan Micevic für das Friedrich gewählt hat: "Kommen Sie zum Frühstück und bleiben Sie über Nacht." Sicher für viele ein verlockendes Angebot.

Friedrich • Friedrichstraße 18 • (0 49 32) 86 89 80 • www.friedrich-norderney.de 



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